Für viele Investoren ist das Team hinter einer Unternehmensgründung mindestens genauso wichtig wie die Geschäftsidee. Schließlich bringt eine noch so gute dee nichts, wenn die Gründer nicht in der Lage sind sie umzusetzen. Daher ist die Darstellung der beteiligten Personen extrem wichtig.

Daher sollte der Leser des Businessplans erkennen, ob das Team die fachliche Qualifkation besitzt, relevante Erfahrung für die Geschäftsidee mitbringt und zur Umsetzung der Gründung motiviert ist. Daneben muss auch gezeigt werden, wo das kaufmännische Wissen herkommt, das für eine Unternehmensgründung benötigt wird. Beschreibe also welche Personen an der Gründung beteiligt sind und welche Rolle welche Person wieso einnimmt.

□ Füge Fotos der Gründerpersonen ein. Das macht das geplante Unternehmen für die Leser viel interessanter und greifbarer. An Bilder erinnern wir uns besonders gut und lang – oder besser gesagt: Mögliche Investoren, die dutzende Businesspläne lesen, erinnern sich an denen viel eher als an die mit keinen oder langweiligen Bildern.

□ Füge die Lebensläufe der Gründer im Anhang des Businessplans auf. In diesem Kapitel stellst du nur die Highlights und relevantesten Dinge des Lebenslaufs dar, gibst den Lesern aber die Chance im Anhang mehr zu erfahren. Stelle die Fähigkeiten und Erfahrungen heraus, die für die Gründung besonders entscheidendsind.

□ Optimal ist, wenn sich die Fähigkeiten der der Gründer gegenseitg ergänzen. Versuche klar herauszustellen, wer für welche Themen verantwortlich sein wird. Eine Möglichkeit das plastisch darzustellen, ist ein Organigramm.

Die überwiegende Zahl von Unternehmensgründungen wird allerdings von „Solo-Gründern“ vorgenommen. Gegenüber einer „Team-Gründung“ kann das Vorteile haben, wie z.B. höhere Flexibilität, schnellere Entscheidungsfindung und große unternehmerische Freiheit. Gründungen im Team überzeugen dagegen durch breit gefächertes Wissen und ein geringeres Risiko: Die anfallende Arbeit wird auf mehrere Schultern verteilt, insbesondere wenn einmal jemand ausfällt.

Gründungen alleine oder in kleinen Teams sollten daher Zweifel an ausreichender Kompetenz durch die Nennung von Beratern und externen Dienstleistern ausräumen. In dem Businessplan sollte also dargestellt werden, durch wen der oder die Gründer unterstützt werden: Das können Beratungsagenturen, Handelskammern, Anwälte oder auch Freunde und Famlie sein. Dieser Tipp gilt genauso auch für Gründungen in großen Teams: Gehe im Businessplan ehrlich mit den Schwächen des Gründerteams um und beschreibe wie du diesen entgegenwirkst.

Warum willst du überhaupt ein Unternehmen gründen? Deine Motivation sollte in diesem Kapitel ebenfalls deutlich werden. Ein Investor will hören, dass du alle deine Kraft aufwendest, 100% deiner Zeit in das Unternehmen steckst und nicht bei dem ersten Rückschlag sofort hinwirfst.

Geplante Organisationsstruktur & rechtliche Gesellschaftsform

Wenn du ein Unternehmen gründest, musst du dich mit der Frage einer geeigeneten Gesellschaftsform auseinandersetzen. Über die Wahl einer geeigneten Gesellschaftsform könnte man einen eigenen Leitfaden erstellen. Hier findest du daher einen ersten Einstieg. Kriterien für die Wahl der Gesellschaftsform sind vor allem:

□ Haftung: Soll die Haftung der Gesellschaft begrenzt sein oder nimmst du in Kauf, dass die Gründer unbegrenzt mit ihrem Privatvermögen haften?

□ Besteuerung: Kapitalgesellschaften wie eine GmbH unterliegen der Körperschaftssteuer während bei Personengesellschaften die persönliche Einkommenssteuer der Gründer anfallen kann.

□ Buchführung: Kleine Personengesellschaften unterliegen keiner Buchführungspflicht. Der Aufwand liegt nur in einer einfachen Einnahme-Überschuss-Rechnung und ist daher wesentlich kleiner als z.B. bei Kapitalgesellschaften.

Im Businessplan solltest du beschreiben, welche Rechtsform du wählst und warum diese für dein Vorhaben besonders geeignet ist. Die häufigsten sind die Gründung eines Einzelunternehmens, einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR), einer Gesellschaft mit begränzter Haftung (GmbH) oder einer Unternehmergesellschaft (UG).

In fast jeder Stadt gibt es kostenlose Beratungsangebote zur Förderung von Unternehmensgründungen. Wenn du keine teure Rechtsberatung in Anspruch nehmen willst, wende dich einfach an Rathaus oder Handelskammer in deiner Region und erkundige dich nach einer Beratung für eine Unternehmensgründung. Hier wirst du schnell einen passenden Ansprechpartner finden, der dir Empfehlungen gibt und dich bei der Anmeldung der Gesellschaftsform unterstützt.

Du und dein Team